Einladung zum Live-Talk am 8.10. (Mit Anmeldung per Mail!)

Trümmer und Aufbruch – Premiere eines einzigartigen Fotobestands aus den Nachkriegsjahren in Köln und Münster (1946-1949) 

Am Mittwoch, den 8. Oktober 2025, um 17:30 Uhr laden wir Sie herzlich ins Greven-Haus ein zu einem fotografischen Streifzug durch Köln und Münster in der unmittelbaren Nachkriegszeit

Anmeldung unter: info@greven-stiftung.de


mit Prof. Dr. Markus Köster,
Tobias Flümann (beide LWL-Medienzentrum für Westfalen)
und Willem Fromm (Eine Geschichte der Stadt Köln Podcast), 
moderiert von Helmut Frangenberg (Kölner Stadt-Anzeiger)


Das LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster und das Kölner Greven Archiv Digital haben einen wahren Schatz erschlossen: Rund 9.800 Fotos, die bislang der Öffentlichkeit völlig unbekannt waren, dokumentieren eindrucksvoll Zerstörung und Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie zeigen, welch furchtbare Folgen die Nazi-Diktatur und der Bombenkrieg hatten, aber auch, wie Menschen inmitten einer Trümmerstadt in den Alltag zurückfinden. Keiner weiß bislang, wer diese Fotos gemacht hat und warum. Ungewöhnlich ist auch die Art der Fotografie: Der unbekannte Fotograf nutzte das Verfahren der „Stereofotografie“, bei der die Kamera über zwei Objektive verfügt. Diese spezielle Technik wurde schon seit Ende des Ersten Weltkriegs kaum noch verwendet.Die Aufnahmen der so genannten Sammlung „Schnitkemper“ sind wahrscheinlich zwischen 1946 und 1949 entstanden. Sie zeigen Münster, Recklinghausen und vor allem Köln.

Aus der zerbombten Metropole am Rhein sind allein 3600 Fotos überliefert. Die Sammlung, die bereits vor dreißig Jahren vom LWL-Medienzentrum angekauft und gesichert wurde, konnte jetzt mit Unterstützung der Irene und Sigurd Greven Stiftung digitalisiert und nach aufwendigen Recherchen fast vollständig lokalisiert werden. Teilweise ließen sich Gebäude und Straßen auch nach fast acht Jahrzehnten bis auf die Hausnummer genau zuordnen. Mit der Veranstaltung „Köln in Trümmern – Köln im Aufbruch“ feiern wir die erste öffentliche Präsentation dieses außergewöhnlichen Bildbestandes.

Gemeinsam gehen wir auf Spurensuche: Wer war der unbekannte Fotograf? Wer könnte der Auftraggeber gewesen sein? Und vor allem: Was erzählen uns die Bilder über eine Stadt, die sich damals neu erfand – und über die Zeit, in der dies geschah?



Prof. Dr. Markus Köster
geb. 1966, ist seit 2002 Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen und zugleich Honorarprofessor am Historischen Seminar der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte von Fotografie und Film sowie die westfälische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Tobias Flümann, M.A.
Geb. 1982. Nach dem Studium der Geschichtswissenschaften in Köln und verschiedenen Stationen in Archiven in Süddeutschland ist Tobias Flümann seit 2021 wissenschaftlicher Referent im Bildarchiv des LWL-Medienzentrums.

Willem Fromm, M.A.
geb. 1990, hat Geschichte in Bonn studiert und ist Historiker und Podcaster in Köln. 2019 startete er den Podcast „Eine Geschichte der Stadt Köln“. Als unabhängiger Solo-Podcaster bringt er die bekannten wie verborgenen Seiten der Kölner Stadtgeschichte zum Vorschein.
DER MODERATOR

Helmut Frangenberg
geb. 1966 in Köln, arbeitet als Autor, Journalist und Redakteur beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ und ist Host des Podcast „True Crime.Köln“. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Köln-Krimis und Biografien zu Kölner Persönlichkeiten. Im Greven Verlag erschien von ihm „Köln in Trümmern“.

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