Die Nachricht hat heute Morgen für Schockwellen im Rathaus und am Rheinufer gesorgt: Um die drohende Haushaltslücke von mehr als 642 Millionen Euro dieses Jahr zu schließen, greift die Stadt Köln zu einer drastischen historischen Maßnahme.

In einer überraschenden großzügigen Geste hat Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki heute Morgen das alte Privileg von 1259 offiziell erneuert. Damit ist die mittelalterliche Rechtsgrundlage wieder in Kraft gesetzt, was ursprünglich bis 1794 Bestand hatte und den Wohlstand der Stadt über Jahrhunderte sicherte.
Was bedeutet das für euch?
Waren-Stopp: Jedes Paket und jede Lieferung, die Köln per LKW, Schiff oder Bahn durchquert, muss ab dem heutigen 1. April sofort für drei Tage in der Stadt „gestapelt“ und den Kölner Bürgerinnen und Bürgern zum Kauf angeboten werden.
Die Stadt Köln prüft ab dem heutigen 1. April jedes gestapelte Paket durch städtische Beamte, ob die Qualität auch stimmt. Vorher gilt es hundertseitige Anträge auszufüllen, die per Fax abgerufen werden können. Den Gebührenkatalog dazu erhaltet ihr auf den Seiten der Kölner Stadtverwaltung.
Logistik-Zentrum Schäl Sick: Da die Lagerkapazitäten begrenzt sind, werden ab heute Mittag die ersten Container-Stapel direkt am Rheinufer in Poll und Deutz errichtet.
Oberbürgermeister Burmester zeigt sich erleichtert über den kirchlichen Beistand. „Was im Mittelalter für Reichtum sorgte, wird uns auch im 21. Jahrhundert retten.“
Mehr über das Stapelrecht im Mittelalter erfahrt ihr in der neusten Podcastfolge von „Eine Geschichte der Stadt Köln“
Überall zu hören, wo es Podcasts gibt.


APRIL! APRIL! 🙂
erwischt 😉