Warum stach Anno II. der Legende nach allen seinen Schöffen in Köln die Augen aus? In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts herrschte Anno II. über die Stadt Köln. Mit einer regen Bautätigkeit in der Stadt ist er bis heute im Stadtbild verewigt. Auch Kunst, Kultur und Handel blühten unter seiner Herrschaft auf. Und die Verehrung des Heiligen Georg verschaffte Anno hier am Rhein eine nie dagewesene Größe.
Anno – der Gründer

Erzbischof Anno II. von Köln, kolorierte Zeichnung in der Handschrift der Vita Annonis minor, Siegburg, ca. 1183 n. Chr. Anno II. ist mit den fünf von ihm gegründeten Kirchen und Klöstern abgebildet. Wie bspw. Maria ad Gradus und St. Georg. (Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt Hs 945 fol. 1v)
Das Kloster in Siegburg auf dem Michaelsberg

Das Kloster um 1800, kolorierter Kupferstich

Das Kloster heute. Und ja, das Wetter ist immer schlecht, wenn ich zum Fotografieren rausgehe.




Bischofsstab von Anno II. in der Siegburger Schatzkammer von St. Servatius




Buchmalerei in Köln – Hitda Codex

Ein Bild aus dem Hitda-Codex, der im 11. Jahrhundert in Köln entstand.



St. Georg



Kanonikerstift St. Georg mit angrenzender Pfarrkirche St. Jakob

St. Georg und die benachbarte Pfarrkirche St. Jakob auf der Mercator-Karte von 1571.












Kruzifix in St. Georg



Das Kreuz ist bemerkenswert. Auch die Details sind unglaublich. Schau es dir im Museum Schnütgen an! Link zum Museum
St. Maria ad Gradus (St. Maria zu den Stufen oder St. Mariengraden)

St. Maria ad Gradus stand direkt östlich des Kölner Doms. Sie wurde 1817 abgerissen.


Der neue verlängerte Chor und die Krypta für St. Gereon von Anno II.

Der hinzugefügte verlängerte Chor, den Anno im 11. Jahrhundert bauen ließ. Im 12. Jahrhundert wurde dieser Chor erneut erweitert.

Blick in den Zentralbau von St. Gereon, das im 4. (!) Jahrhundert erbaut und später weiter ausgebaut wurde. Im hinteren Teil kannst man den verlängerten Chor sehen, der von Anno dazumal hinzugefügt wurde. Später, zum Beispiel im 12. Jahrhundert, wurde er noch einmal in seiner heutigen Form erweitert.


