#46 Anno II. von Köln: Der Augenausstecher, der Köln erblühen ließ

Warum stach Anno II. der Legende nach allen seinen Schöffen in Köln die Augen aus? In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts herrschte Anno II. über die Stadt Köln. Mit einer regen Bautätigkeit in der Stadt ist er bis heute im Stadtbild verewigt. Auch Kunst, Kultur und Handel blühten unter seiner Herrschaft auf. Und die Verehrung des Heiligen Georg verschaffte Anno hier am Rhein eine nie dagewesene Größe.



Anno – der Gründer

Erzbischof Anno II. von Köln, kolorierte Zeichnung in der Handschrift der Vita Annonis minor, Siegburg, ca. 1183 n. Chr. Anno II. ist mit den fünf von ihm gegründeten Kirchen und Klöstern abgebildet. Wie bspw. Maria ad Gradus und St. Georg. (Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt Hs 945 fol. 1v)


Das Kloster in Siegburg auf dem Michaelsberg

Das Kloster um 1800, kolorierter Kupferstich


Das Kloster heute. Und ja, das Wetter ist immer schlecht, wenn ich zum Fotografieren rausgehe.



Bischofsstab von Anno II. in der Siegburger Schatzkammer von St. Servatius


Buchmalerei in Köln – Hitda Codex

Die Überquerung des Sees Genezareth

Ein Bild aus dem Hitda-Codex, der im 11. Jahrhundert in Köln entstand.




St. Georg

Eine Statue des Heiligen Georgs in St. Aposteln

Darstellung des Heiligen Georgs als Drachentöter in St. Aposteln

Anno und sein Lieblingsheiliger St. Georg. Das Mosaik zeigt Anno in der Mitte mit St. Georg, dem Drachentöter. Das Mosaik stammt aus dem Jahr 1930. Zu Annos Lebzeiten wurde St. Georg noch nicht als Drachentöter assoziiert. Das sollte sich erst ein paar Generationen später ändern.

Kanonikerstift St. Georg mit angrenzender Pfarrkirche St. Jakob

St. Georg und die benachbarte Pfarrkirche St. Jakob auf der Mercator-Karte von 1571.



Einst stand St. Jakob als Pfarrkirche direkt daneben.



Kruzifix in St. Georg

Die Kopie oben, das Original unten

Fotorechte: Rheinisches Bildarchiv / Marion Mennicken, Dank an das Museum Schnütgen für die Bereitstellung der Bilder

Photo Credits: Rheinisches Bildarchiv / Marion Mennicken, Thanks to the Museum Schnütgen for providing the pictures.

Das Kreuz ist bemerkenswert. Auch die Details sind unglaublich. Schau es dir im Museum Schnütgen an! Link zum Museum


St. Maria ad Gradus (St. Maria zu den Stufen oder St. Mariengraden)

St. Maria ad Gradus stand direkt östlich des Kölner Doms. Sie wurde 1817 abgerissen.



St. Maria ad Gradus in Anton Woensam’s Stadtansicht von 1531 in der Mitte. Sieh, wie nah sie an den Chor des Kölner Doms gebaut wurde.

Der neue verlängerte Chor und die Krypta für St. Gereon von Anno II.

Der hinzugefügte verlängerte Chor, den Anno im 11. Jahrhundert bauen ließ. Im 12. Jahrhundert wurde dieser Chor erneut erweitert.


Blick in den Zentralbau von St. Gereon, das im 4. (!) Jahrhundert erbaut und später weiter ausgebaut wurde. Im hinteren Teil kannst man den verlängerten Chor sehen, der von Anno dazumal hinzugefügt wurde. Später, zum Beispiel im 12. Jahrhundert, wurde er noch einmal in seiner heutigen Form erweitert.


Die Krypta

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